Rückblick und Chronik des Musikvereins Volkmarsen


1921-1940

Die Anfänge des Musikvereins sind geprägt von den schwierigen Verhältnissen nach dem ersten Weltkrieg. Es fanden sich zwölf musikliebende Bürger aus Volkmarsen zusammen, die 1921 den "Musikverein Volkmarsen" gründeten. Wieviel Idealismus muß dabei gewesen sein, wenn man die angespannte wirtschaftliche und finanzielle Lage Anfang der zwanziger Jahre bedenkt.
Alle Instrumente wurden von den Gründungsmitgliedern nur mit Hilfe von "Ratenzahlungen" erworben.
Der erste Dirigent stammte aus Warburg, Willy Deimel, der auch als Musiklehrer bekannt war.
Im Jahr 1922 wurde das weihnachtliche Turmblasen eingeführt, das von einigen Unterbrechungen abgesehen, bis in unsere heutige Zeit fortbesteht.
Anfang der 30ziger Jahre wurde erstmals eine einheitliche Uniform angeschafft.

Foto

Oben v. links: Ernst Bielefeld, Leo Bielefeld, Josef König, Albert Lüther, Albert Schmöle, Heinrich Kranz, Wilhelm Kranz, Fritz Kranz, Ludwig Kranz, Bernhard Fülling.

Vorn v. links: Viktor Schreiner, Hubert Vernaleken, Johannes Kohaupt, Willi Deimel, Josef Lauhof, Teppe, August Teppe


1940-1970

Foto 1968

Durch den zweiten Weltkrieg stark dezimiert - sieben Mitglieder waren gefallen - mußte 1945 ein fast völliger Neuanfang gewagt werden. In diesem Zusammenhang verdienen es zwei aktive Musikanten erwähnt zu werden. Zum einen der Heimatvertriebene Karl Ehm und Peter Scheuer aus Breuna. Beide als Dirigent.
Die Lage des Musikvereins in den sechziger Jahren war geprägt von der Jugendarbeit und wachsender Popularität. 1968 übernahm ein junger Volkmarser den Taktstock: Norbert Sauerland.



1970-2000

Seit 1974 führt unser Dirigent Karl-Heinz Trautmann den "Musikverein 1921 Volkmarsen e.V."
Herr Trautmann hat bewusst neue Wege eingeschlagen und damit dem Verein seinen ganz persönlichen Stempel aufgedrückt. Durch seine unermüdliche Arbeit hat der Musikverein einen unverwechselbaren Sound und ist heute ein weit über die Grenzen des Waldecker Landes hinaus bekanntes Orchester. Mitte der achziger Jahre führte Karl-Heinz Trautmann den Begriff "Kugelsburg - Musikanten" ein um unsere Verbundenheit mit Stadt und Heimat zu betonen. Außerdem war es bald zum Synonym für gute Musik aus Volkmarsen geworden.
Ende der achtziger Jahre nahm der Musikverein zwei Mal an internationalen Wettbewerben teil. Er hat in der Mittelstufe jeweils den zweiten Platz belegt. (1986/87)
Im Jahre 1989 wurde in Baunatal beim Wertungsspielen der erste Platz in der Mittelstufe erreicht.
Im Jahre 1991 bei der gleichen Veranstaltung sogar den ersten Platz der Oberstufe.
Zahlreiche Konzerte und Schützenfeste prägen das Bild des Vereins in den achtziger und neunziger Jahren. Seit Mitte der neunziger Jahre ist die Jugendarbeit wieder mehr in den Blickpunkt gerückt, was sich auch durch die Gründung der Bläserschule Ende der 90ziger Jahre erkennen lässt.

ab 2000

Mit der Jahrtausendwende kam auch eine entscheidende musikalische Wende für den Musikverein. Die neue Ausrichtung des Vereins geht in die Sinfonische Blasmusik. Daraufhin arbeitet auch Zielgerichtet unsere Bläserschule.
Der Aufbau von Vorstufen- und Jugendorchester leitet sich aus diesem Wandel ab. Wichtigste Aktionen auf diesem Weg sind unsere jährlichen Workshops mit namhaften Dirigenten und Komponisten.
Natürlich bleiben wir auch den Freunden der volkstümlichen Blasmusik erhalten.
Aber egal welche Art von Musik, der durch Karl-Heinz Trautmann geprägten Begriff "Kugelsburg - Musikanten" wird immer ein Synonym für gute Musik aus Volkmarsen sein.